Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
zuletzt aktualisiert am 28.11.2016

Biographisches, Psychiatrie-Erfahrung bzw. Psychiatriebetroffenheit


Ergänzende Informationen von sonstigen AutorInnen
»Willst du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten.«
(Chinesisches Sprichwort)

Informationen von Psychiatrie-Erfahrenen und Psychiatriebetroffenen

  • Anders, Berit: Ich heiße Berit und habe eine Borderline-Störung. Protokoll einer Selbstfindung. Buch von 1999 im Patmos Verlag

  • Anders, Sue: Blühe, wo du gesät bist. Ein Rückblick auf 40 Jahre Psychiatrie-Erfahrung. Buch von 2015 einer behandlungseinsichtigen Betroffenen über ihre Lebens-, Leidens- und Psychiatriegeschichte

  • Artaud, Antonin: Frühe Schriften. Korrespondenz mit Jacques Rivière / Der Nabel des Niemandslands / Die Nervenwaage / Fragmente eines Höllentagebuchs / Die Kunst und der Tod. 2. Auflage 2001 im Matthes & Seitz Verlag

  • Artaud, Antonin: Briefe aus Rodez / Postsurrealistische Schriften. Korrespondenz des psychiatrischen Häftlings Artaud über seine Lebensgeschichte. Buch von 1988

  • Artaud, Antonin: Van Gogh, der Selbstmörder durch die Gesellschaft. »Eines Tages wird van Goghs Malerei, bewaffnet mit Fieber und Gesundheit, zurückkehren, um den Staub einer Welt im Käfig in die Luft zu schleudern, die sein Herz nicht mehr ertragen konnte.« (Artaud) Buch von 1993

  • Bock, Thomas / Kristin Klapheck / Friederike Ruppelt: Sinnsuche und Genesung – Erfahrungen und Forschungen zum subjektiven Sinn von Psychosen. Buch von 2014 über den Sinn von Psychosen und deren Bedeutung für die Entwicklung neuer Behandlungswege – unter Einbeziehung von Erfahrungsberichten trialogorientierter Betroffener und Angehöriger, die von Psychologen ausgewertet und interpretiert werden. Mit Beiträgen von Gwen Schulz, Lilly Unverzagt, Martin Kolbe u.v.m.

  • Buck, Dorothea: 70 Jahre Zwang in gesprächslosen Psychiatrien - erlebt und miterlebt. Artikel vom 15. Mai 2006

  • Buck, Dorothea im Gespräch mit Axel Hoff: »Auch der Zorn muss ausgelebt werden«. Vom NS-Opfer zur engagierten Streiterin für eine menschliche Psychiatrie – 60 Jahre nach den Euthanasie-Aktionen. Aus Psychosoziale Umschau, 2/2005

  • »Ich hatte ein reiches Leben«. Dorothea Buck, die große alte Dame der Psychiatrie-Erfahrenen-Bewegung, zieht Bilanz. Artikel aus Soziale Psychiatrie, 2/2005

  • Buck-Zerchin, Dorothea Sophie: Auf der Spur des Morgensterns. Mehr als 30 Jahre nach ihrem letzten Anstaltsaufenthalt beschreibt die Autorin Dorothea Buck, Ehrenvorsitzende des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener, bildhaft ihr Verrücktwerden und ihre Psychiatrisierung. Völlig überarbeitete Neuauflage mit 16 Fotoseiten ihres bildhauerischen Werkes und der Ergänzung "Wie es weiterging".

  • Buck-Zerchin, Dorothea Sophie: Auf der Spur des Morgensterns. CD. Die Autorin selbst liest den Originaltext. Gesamtlänge 8 Stunden, 23 Minuten

  • Buck, Dorothea: Mit meinen herzlichen Grüßen! Ihre Dorothea Buck. Der Gartenhaus-Briefwechsel. Buch (erschienen 2015) in Dialogform zu den Themen: Ist die Psychose nicht doch eine "Krankheit"? – Nur Sie selbst können Ihre Entlassung herbeiführen – Kann ich eine Psychose provozieren? – Das darf Sie nicht entmutigen. Der Zustand geht vorüber – Muss Maren zeitlebens Medikamente einnehmen? – Dass sich in der Psychose ein göttlicher Wille dokumentiert, glaube ich nicht – Man muss das Glück auch wollen – Eine ganze Packung Taxilan schlucken zu wollen, geht am Problem vorbei – Was möchte man am Ende seines Lebens am liebsten getan haben?

  • Cardinal, Marie: Schattenmund. Roman (1979) einer Psychoanalyse, die zur Erkenntnis der erstarrten bürgerlichen Gesellschaft und zur Selbstfindung führt. Rowohlt-TB

  • Coblenz, Katharina: Katharina Katharina. Bruchstücke einer Biographie. Unter dem Leitmotiv, der Besteigung des Katharinenbergs im Sinai (wobei sie sich in einen Beduinen verliebt), erinnert sich Katharina Lenz, die Protagonistin des 1997 erschienenen Buches, ihrer eigenen Geschichte, die durch die Überwachung durch die Stasi in der DDR und die Psychiatrisierung charakterisiert ist (Neuauflage 2003 im Radius Verlag).

  • Discher, Christian: Die Stimmen der Übriggebliebenen. Bericht eines Psychiatrie-Überlebenden über seinen Weg in die "Hölle von Ueckermünde", wie es ihm dort erging und wie er wieder aus ihr herauskam (Buch von 2015)

  • Döll, Hermann: Philosoph in Haar. Tagebuch über mein Vierteljahr in einer Irrenanstalt. Über einen Zwangsaufenthalt, den Döll für ungerechtfertigt hält und der ihm als Verwirklichung von Kafkas Phantasie »Das Schloss« erscheint. Buch von 1983

  • Doll, Josef: Zwischen Verrücktwerden und Anpassen. 2001 im Selbstverlag erschienene Biographie des Autors (und ehemaligen BPE-Miglieds): von seiner Kindheit im Heim der prügelnden Nonnen über die »ausgeflippte« Zeit der 60er und 70er Jahre als Hausmeister im Beatschuppen, Tankwart und Hippie bis hin zum Ausrasten nach üblen Erfahrungen bei der Mun-Sekte und dem bis heute währenden Kampf gegen die Psychiatrisierung

  • Dollwet, Constance: Schreiben – mein Weg aus der Sprachlosigkeit. 2000 erschienenes Buch über die Selbstbefreiung einer als Kind sexuell missbrauchten und später psychiatrisierten Frau (vergriffen)

  • Fangmeier, Horst: Nie wieder Knecht. Unveröffentlichtes Manuskript über unangenehme Erfahrungen in der Psychiatrie vom 26.12.2007 (pdf, 1,18 MB)

  • Fe Nomen: Schizzo. Dokumentation vom Leben und Sterben einer psychiatriebetroffenen, an die Rettung vom Psychiaterguru glaubenden Frau in Selbstzeugnissen, posthum 1997 von Freundinnen und Freunden in Buchform publiziert (Ostwind Verlag)

  • Frame, Janet: Ein Engel an meiner Tafel. Autobiographischer, unter gleichem Titel verfilmter Roman. Kindheit, Jugend, versuchte Selbsttötung, Psychiatrie, anstehende Lobotomie, Literaturpreis... Wieder aufgelegtes Buch im C.H. Beck Verlag

  • Frame, Janet: Gesichter im Wasser. Die Jahre in der Psychiatrie, im »Engel« nur angedeutet, sind Thema des stark autobiographisch gefärbten Romans. Scharf, liebevoll und mit viel Humor beobachtet und erlitten. Vergriffenes Piper-Taschenbuch von 1997

  • Gehrke, Andreas: Ausbruch aus dem Käfig – Ein Stimmenhörer berichtet. Schilderung einer ängstigenden Reise in die Stimmenwelt und des nach Jahren geglückten Aufbruchs aus dem Angstkäfig. Plädoyer für ein besseres Verständnis für Stimmen hörende Menschen (Paranus Verlag 2003)

  • Hansen, Hartwig (Hg.): Höllenqual oder Himmelsgabe? – Erfahrungen von Stimmen hörenden Menschenn. Vielstimmige Beiträge mit der Botschaft, Stimmen und stimmenhörenden Menschen zuzuhören (Buch von 2015 im Paranus-Verlag)

  • Hansen, Hartwig (Hg.): Der Sinn meiner Psychose – Zwanzig Frauen und Männer berichten. Katharina Coblenz-Arfken, Karla Kundisch, Peter Mannsdorff, Jan Michaelis, Sibylle Prins, Reinhard Wojke und 14 weitere Psychiatriebetroffene beschreiben in persönlichen Beiträgen, wie sie dem Sinn ihrer Psychose auf die Spur gekommen sind und warum sie ihre besonderen Erfahrungen als Bereicherung erleben (Buch von 2013 im Paranus-Verlag)

  • Hausotter, Alfred: Erntedankfest – Vorgeschichte, Verlauf und Ausheilung einer Psychos. Offene und detaillierte Beschreibungen von vier psychotischen Episoden von Mitte der siebziger bis Mitte der achtziger Jahre in Österreich (überarbeitete Ausgabe von 2015 des 2006 erschienenen Buches "Der GottTeufel – Innenansicht einer Psychose")

  • Illiger, Horst: »Sprich nicht drüber!« Der Lebensweg von Fritz Niemand. Gespräche, Fotos und Dokumente über den Lebensweg eines der letzten Zeitzeugen des psychiatrisch-nationalsozialistischen Rassenwahns, 1936 als "Schizophrener" zwangssterilisiert und 1944 in eine Tötungsanstalt geschickt, die er wie durch ein Wunder überlebte. Und über die Fortsetzung seines Kampfes in der BRD. Buch von 2004

  • Kaysen, Susanna: Seelensprung. Ein Leben in zwei Welten. In kurzen, eindrucksvollen Passagen und mit viel schwarzem Humor beschreibt Susanna Kaysen die unmenschliche Routine in der Psychiatrie. (Vergriffenes) Taschenbuch von 1996

  • Kempker, Kerstin: Mitgift – Notizen vom Verschwinden. Mutmachendes Buch (2000) für Betroffene und Familien: auch wenn keiner mehr daran glaubt, kann man es schaffen, den psychiatrischen Sumpf nach Jahren zu verlassen und wieder auf eigene Füße zu kommen. Autobiographischer Bericht über eine Jugend in der Psychiatrie, über das Verschwinden in den Gedanken, über die Bedeutung und die Last der Wörter und darüber, wie die Psychiatrie sie mit Psychopharmaka und Elektroschocks auslöschen will.

  • Kempker, Kerstin / Peter Lehmann (Hg.): Statt Psychiatrie. 1993 erschienener Sammelband, unter anderem mit biographischen Beiträgen des zu NS-Zeiten zwangssteriliserten Lothar Jändke (Berlin) sowie weiterer Psychiatriebetroffener (Don Weitz, Kanada, und Thilo von Trotha, Berlin)

  • Klafki, Hannelore: Meine Stimmen – Quälgeister und Schutzengel. Texte einer engagierten Stimmenhörerin. Gedenkband zu Hannelore Klafkis erstem Todestag. Das Buch erscheint am 11. September 2006

  • Hannelore Klafki (1952 – 2005): Gedenkseite

  • Klafki, Hannelore: Die Stimmen begleiten mein Leben, in: Pro Mente Sana Aktuell (Zürich), 2002, Nr. 3 (Selbsthilfe – Eine Bewegung im Aufbruch); wiederveröffentlicht in: Peter Lehmann / Peter Stastny: Statt Psychiatrie 2, 2007

  • Knuf, Andreas (Hg.): Gesundung ist möglich! Borderline-Betroffene berichten. Betroffene berichten über individuell unterschiedliche Wege zur Gesundung. Buch von 2008

  • Laupichler, Klaus: Erlebniswelten in psychischen Krisen und der Umgang durch andere. Vortrag bei den 58. Gütersloher Fortbildungstagen, 18.-19.9.2007

  • Lauveng, Arnhild: Morgen bin ich ein Löwe – Wie ich die Schizophrenie besiegt. Buch (2008) einer "krankheitseinsichtigen", inzwischen als Psychologin arbeitenden ehemaligen "Schizophrenen", in der diese ihre Erfahrungen mit ihren verrückten Gedanken, Bildern und Stimmen sowie die fast zehn Jahre währenden entwürdigenden und diskriminierenden Behandlung in der Psychiatrie bis hin zu ihrer völligen Wiederherstellung und Arbeitsfähigkeit beschreibt

  • Lehmann, Peter (Hg.): Psychopharmaka absetzen – Erfolgreiches Absetzen von Neuroleptika, Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Ritalin und Tranquilizern. 1998 erschienener und 2002 aktualisiert erschienener Sammelband, in dem 35 Psychiatriebetroffene aus allen möglichen Ländern, darunter eine Reihe von BPE-Mitgliedern, ihre Psychiatrie-Erfahrungen (incl. die Praxis des Absetzens von Psychopharmaka) schildern. Mit einem Vorwort von Loren R. Mosher

  • Lessig, Ursula (Hg.): Die ausgelieferte Seele. Erfahrungen betroffener Menschen mit der Psychiatrie. 6 Frauen und Männer erzählen, berichten und verdichten ihre Erfahrungen mit der Psychiatrie. Unverständnis, Desinteresse und Herablassung – das ist die vorherrschende Attitüde der psychiatrisch Tätigen, die sich fast regelmäßig in Gewaltakten entlädt. Broschüre von 1996

  • Lessig, Ursula (Hg.): Wenn die Seele aufbricht. Subjektive Erfahrungen mit der Psychiatrie. 15 »Psychoseerfahrene« beschreiben in einer 1999 von der Dortmunder Gesellschaft für Seelische Gesundheit e. V. herausgebenen Broschüre in tagebuchartigen, kurzen oder ausführlichen Texten und in Gedichten ihr »verrücktes« Denken, Fühlen und Handeln in einer befremdlichen Welt. Antworten auf die Fragen, die in der Psychiatrie nie gestellt werden

  • Linnenbrügger, Klaus: Die Nachwehen der Nazizeit. Unveröffentlichte Erinnerungen an die Westf. Heil- und Pflegeanstalt Wittekindshof, Haus Morgenstern. Zeitraum des Ein- und Weggesperrtseins: 11.03.1948 - 04.04.1966

  • Lowry, Robert: Lebendig begraben. Stark an der eigenen Biographie angelegter Roman des 1952 in den USA aus nichtigem Anlass psychiatrisierten und mit Elektroschocks behandelten Schriftstellers Lowry, der die fatalen Folgen der Arztgläubigkeit der Umwelt, vor allem der Familienangehörigen, deutlich werden lässt. Fischer-Taschenbuch von 2000 (vergriffen)

  • Manthey, Elvira geb. Hempel: Die Hempelsche. Das Schicksal eines deutschen Kindes, das 1940 vor der Gaskammer umkehren durfte. Authentische, selbst verfasste Geschichte der Autorin, die 1940 im Alter von vier Jahren als »debile Psychopathin« ermordet werden sollte, jedoch wie durch ein Wunder überlebte. Mit einer Dokumentation ihres (bisher vergeblichen) Kampfes, ihre Diagnose und das faschistische Erbgesundheitsgesetz für nichtig erklären zu lassen und endlich ihre Akten ausgehändigt zu bekommen (5. Auflage 1997)

  • Mehr, Mariella: Steinzeit. Roman (7. Auflage 1990, erschienen im Zytglogge-Verlag), in dem die Autorin, ›Zigeuner‹-Tochter, ihre von heimpädagogischer und psychiatrischer Unterdrückung geprägte Lebensgeschichte verarbeitet

  • Mell, Gerhard: Mein Name ist Borderline – Die Story. 1998 im Wiesenburg-Verlag erschienene Geschichte eines in seiner Kindheit missbrauchten Mannes

  • Melle, Thomas: Die Welt im Rücken. Schonungsloser autobiographischer Bericht über das von einer "manisch-depressiven Krankheit" zerrissenen bipolaren Lebens, den Verlust des Fundaments des eigenen Lebens und seiner Kontinuität, der von der Manie zerschossenen Vergangenheit und der Bedrohung der Zukunft sowie einer unter Psychopharmaka-Einfluss langsam eintretenden und als Besserung empfundenen Normalisierung seines Lebens, getragen vom Glauben an ausschließlich biologische Ursachen seiner Verrücktheit (Rowohlt Verlag 2016)

  • Mösle, Helga: Und keiner hört mein Schreien. Eine Frau durchleidet die dramatischen Folgen einer ärztlichen Fehlbehandlung. Asthmaanfall, Cortison, Cortisonpsychose, Psychiatrisierung... 1997 erschienenes, inzwischen vergriffenes Buch

  • Müller, Thomas R. / Beate Mitzscherlich (Hg.): Psychiatrie in der DDR – Erzählungen von Zeitzeugen. Beiträge von 29 Behandlern und Behandelten aus der ehemaligen DDR (Buch von 2006)

  • Noël, Barbara / Kathryn Watterson: Das hast du nur geträumt. Als die Sängerin Noël eines Tages vorzeitig aus der Amytal-bedingten ›therapeutischen‹ Bewusstlosigkeit erwacht, merkt sie, dass sie gerade von ihrem Therapeuten vergewaltigt wird. Nach 18 Jahren Behandlung noch der mühsame Kampf, dem Psychiater das Handwerk zu legen. In Deutschland vergriffener US-Tatsachenbericht von 1992

  • Olbrich-Müller, Heide: Ist die Welt denn noch zu retten. Mein Leben mit Psychosen. Buch über ihre 12 Psychosen, erlebt in der DDR und BRD von 1985 bis 2012, und dann beeinflusst von Dorothea Bucks Buch "Auf der Spur des Morgensterns" Auseinandersetzung mit dem Sinn ihrer Psychosen und Verlassen des psychiatrischen Teufelskreises (Buch im Fabuloso Verlag)

  • Pehe, Kalle: Hinterm Horizont geht's weiter ... Wie Menschen mit seelischen Störungen Barrieren erleben / mit Barrieren leben. Beitrag zur 16. Fachtagung (21.4.2005) des Landschaftsverband Rheinland / Umweltamt und der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen

  • Plath, Sylvia: Die Glasglocke. Stark autobiographisch gefärbter Roman im Jahr ihres Selbstmords in London, in dem sie beschreibt, wie die erfolgsgewohnte 20jährige Esther Greenwood im »schwarzen Sommer« von 1953 einen Fehlschlag nach dem anderen erleidet, hin- und hergerissen zwischen den Angeboten etablierter weiblicher Lebensformen und ihrer illusionslosen Verwerfung. Taschenbuch von 1998

  • Prins, Sibylle: "Jetzt endlich lebe ich richtig" – Geschichten, Glossen, Gedanken. Wie ihre "Psychosen" der Autorin dazu verholfen haben, ihr ursprüngliches Lebensmodell verwirklichen zu können (Vergriffenes Buch von 2005)

  • Prins, Sibylle (Hg.): Vom Glück – Wege aus psychischen Krisen. Buch von 2003 im Psychiatrieverlag mit 26 Berichten von Menschen, die schwere Lebenskrisen bewältigt unt die teils mit Psychotherapie, therapeutischen Wohngemeinschaften und Selbsthilfe, teils durch psychiatrische Behandlung den Weg zurück in ein erfüllttes Leben gefunden haben. Nachwort von Dorothea Buck.

  • Pro Mente Sana Aktuell: Mannsein und psychische Erkrankung. Die einzige brauchbare Publikation zu einem zu Unrecht völlig vernachlässigten Thema (Schweiz, 1999). Mit Beiträgen von Betroffenen

  • Rameder, Rolf: Der verlorene Sohn. Buch von 2010 eines Wiener Psychiatriebetroffenen, der sich selbstmitleidslos und schamlos durch das Geröll seiner Erinnerungen gräbt, die ihn fortgesetzt überrollen und in der sich die Gemeinheiten der normalen psychosozialen Gemeinschaft herrlich widerspiegelt  

  • Reiners, Holger: Das heimatlose Ich. Aus der Depression zurück ins Leben. Plädoyer für Selbsthilfe und Therapie, allerdings mit einem kritischen Blick auf TherapeutInnen. Buch von 2002

  • Schobesberger, Johanna: Wer schützt die dünne Haut? Im Mittelpunkt dieser in einem österreichischen Dorf beheimateten autobiographischen Erzählung von 1996 steht die verheiratete Frau Schobesberger, Mutter von drei Kindern, mit ihren Depressionen sowie deren Überwindung mit Hilfe einer Selbsthilfegruppe, autogenem Training, Kräutern, kirchlichem Engagement, Psychotherapie, positivem Denken und vor allem der Bereitschaft, das eigene Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen (vergriffen)

  • Schreber, Daniel Paul: Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken. Nachdruck des Originaltextes (1903) vom Gerichtspräsidenten Schreber, dem berühmtesten "Geisteskranken" der deutschen Psychiatriegeschichte

  • Schubert, Jürgen: Mundtot. Nachkriegsbiographie eines nicht gewollten Besatzerkindes. Lebensgeschichte des im Alter von drei Jahren psychiatrisierten und erst mit 17 wieder freigekommenen Kindes. 1999 erschienenes Buch

  • Schulz, Michael / Zuaboni, Gianfranco (Hg.): Die Hoffnung trägt – Psychisch erkrankte Menschen und ihre Recoverygeschichten. Buch von 2014 mit Recoverygeschichten von krankheitseinsichtigen Autorinnen und Autoren, die zum großen Teil mit den Grenzen, die sie erlebt oder die sie gelernt haben, ein sie zufriedenstellendes Leben führen und gleichsam Betroffenen Hoffnung machen, dass auch ihre Lage sich zum Besseren wenden kann

  • Schwaiger, Brigitte: Fallen lassen. Präzise und schonungslose biographische Beschreibung einer 30 Jahre währenden psychiatrischen Leidensgeschichte mit Borderline, Stimmenhören, Depression und Suizidalität (Buch von 2006)

  • Seggelke, Ute Karen: Wir haben viel erlebt! Jahrhundertfrauen erzählen aus ihrem Leben. Mit bekannten Frauen wie Dorothea Buck, Annemarie Renger, Margarete Mitscherlich, Gisela May oder Marie Marcks (Buch von 2007)

  • Senzel, Holger: »Arschtritt« – Mein Weg aus der Depression zurück ins Leben. Beschreibung der selbstverordneten vierwöchigen Radikalkur, mit der der Autor sein Leben wieder in den Griff bekam. Buch von 2011

  • Stadlmann, Alfred: Zeit der Tränen – Ausgebrannt. Romanhafte Biografie. Burnout ist in der heutigen Zeit zu einer Volkskrankheit geworden. Täglich kämpfen Menschen gegen das Ausgebranntsein und seine verheerenden Folgen. Der Autor bringt in diesem Buch als ein persönlich Betroffener seine Standpunkte und Gefühle ein. Nach 32 Jahren als Verkäufer von Computerartikeln, beendet im Januar 2008 diese Krankheit seine Tätigkeit im Handel (Buch von 2010 bei BoD)

  • Steenken, Doris: Existenzängste einer Psychiatrie-Erfahrenen

  • Steenken, Doris: Bericht von meinen Mobbingerfahrungen

  • Steenken, Doris: Alptraum oder Realität? Bericht vom Jahr 2000 über einen alptraumhaften Aufenthalt in der Psychiatrie

  • Stein, Vera: Trotzdem. Behindert ist man nicht – behindert wird man. Aufrüttelnder Erfahrungsbericht einer beharrlichen Kämpferin. Das schon vierte Buch von Vera Stein, bekannt u.a. durch ihre Klagen auf Schmerzensgeld und Schadensersatz gegen fünf Kliniken durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (Schardt Verlag 2006)

  • Stein, Vera: Diagnose »unzurechnungsfähig«. Sie entkam dem Räderwerk der Psychiatrie und kämpfte um ihr Recht bis zum Europäischen Gerichtshof – mit Erfolg! Authentischer Bericht von 2006 von Vera Steins Gerichtsprozessen, von ihren Klagen auf Schmerzensgeld und Schadensersatz gegen fünf Kliniken, durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

  • Stein, Vera: Abwesenheitswelten. Meine Wege durch die Psychiatrie. Spannender, detailreicher und erschreckender Bericht aus dem Innern der Psychiatrie der 70er Jahre von Waltraud Storck, publiziert unter dem Pseudonym Vera Stein. Der Schmerzensgeldprozess Frau Storcks wegen der ihr zugefügten Schäden und Rechtsverletzungen endete im Juni 2005 vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg mit der Zubilligung von Euro 75.000,-

  • Stöckle, Tina: Die Irren-Offensive – Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden. Über die Entwicklung einer Alternative zur Psychiatrie vor dem Hintergrund umfangreicher Interviews zur Biographie von Psychiatriebetroffenen. Buch von 1983

  • Südland, Norbert: Klaus Laupichler ist am Morgen des 16. April 2015 in Erkner bei Berlin an einem Herzinfarkt verstorben. Er wurde 61 Jahre alt. Ein Nachruf (16.4.2015)

  • Wagner, Franz-Josef: Wie konnte ich wieder SELBSTBESTMMT leben? Artikel in Die Kerbe 1/2008 (pdf, 536 KB)

  • Wagner, Franz-Josef: Mein Weg aus der Chronifizierung einer Krise. Manuskript vom März 2007 (pdf, 115 KB)

  • Wiefelhaus, Thomas: Betheljugend – Mehrbett- oder Einzelzimmer? Buch (Books on Demand, ISBN 978-3-8370-6351-6) von 2008 aus dem Blickwinkel des ehemals unmündigen, 14jährigen Patienten über seinen Aufenthalt in der Männerpsychiatrie in Bethel, 1971, die verweigerte psychosoziale Hilfe und die Überwindung der Psychopharmakawirkungen durch regelmäßiges Erbrechen

  • Wojke, Reinhard: "Eines Tages überlebte ich einen Weißglutanfall von Vater". Artikel über die Nahtod- und spätere Psychiatrieerfahrung des Autors; in: Norbert Mönter (Hg.): "Seelische Erkrankung Religion und Sinndeutung", Psychiatrieverlag 2007

  • Zerchin, Sophie siehe Buck-Zerchin, Dorothea Sophie

  • Zingler, Ursula: Psychischen Erkrankungen entgegenwirken! Was kann man tun? Überlegungen und Erfahrungen einer ehemaligen Patientin. Referat beim DGVT-Kongress "Vernetzt(e) Psychotherapie!", Symposium GNMH "Neue Entwicklungen zur Prävention und Gesundheitsförderung" am 4.3.2008 in Berlin

  • Zingler, Ursula: Hoffnung wecken – Mut machen. Erfolgreiche Wege aus der Depression. Referat bei der Auftaktveranstaltung des Bündnisses gegen Depression Rhein-Neckar Süd am 11.3.2009 in Wiesloch

Ergänzende Informationen von sonstigen Autorinnen und Autoren

  • Antunes, António Lobo: Elefantengedächtnis. Autobiographischer Roman über einen Tag im Leben eines Psychiaters in Lissabon, seine sinnlose und menschenunwürdige Arbeit in der Anstalt Miguel Bombarda usw. (Luchterhand Literaturverlag 2004)

  • Antunes, António Lobo: Einblick in die Hölle. Ein Roman. Während einer Fahrt von der Algarve nach Lissabon reflektiert der portugiesische Psychiater Antunes voller Selbstverachtung darüber, was mit ihm selbst – der doch einen vernünftigen Beruf erlernen wollte – passiert ist, dass er dann einem System gedient hat, das Psychiatriebetroffene wie Tiere behandle, ihnen jede Würde nehme und sie mit Elektroschocks und Psychopharmaka ruhigstelle (2003)

  • Bernhard, Thomas: Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft. In dem Taschenbuch von 1947 über die Geschichte einer Freundschaft führt Bernhard seine Autobiographie, die Beschreibung seiner Kindheit und Jugend in fünf Bänden, weiter in die Jahre 1967 bis 1979. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertiefte sich seine Freundschaft mit Paul Wittgenstein, die in leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte

  • Bertaux, Pierre: Friedrich Hölderlin. Entpathologisierung der Biographie Hölderlins und Nachweis der Verwurzelung seiner späten »verrückten« Schriften in seiner Realität und im Gesamtwerk (Taschenbuch von 2000, original 1978)

  • Delbée, Anne: Der Kuss. Roman. Über Camille Claudel, eine der bedeutendsten Künstlerinnen der modernen Plastik und zeitweise Geliebte des Bildhauers Auguste Rodin, die, schließlich zerrüttet und verwahrlost, von ihrer Familie in die Anstalt abgeschoben wird, wo sie 1943, nach 30jährigem Eingesperrtsein, stirbt. Taschenbuch von 2001

  • Falkenstein, Sigrid: Annas Spuren – Ein Opfer der NS-"Euthanasie". Buch über das Schicksal der 1915 geborenen Anna Lehnkering, die von Ärzten während der Nazizeit zuerst zwangssterilisiert und später in der Anstalt Grafeneck vergast wurde (Herbig Verlag 2012)

  • Foucault, Michel: Raymond Roussel. Analyse der Schriften des für geisteskrank erklärten französischen Dichters Roussel (1877 – 1933). Suhrkamp Taschenbuch von 1989

  • Freundeskreis Paul Wulf (Hg.): Lebensunwert? Paul Wulf und Paul Brune. NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand. Buch von 2007

  • Fuchs, Petra u.a. (Hg.): "Das Vergessen der Vernichtung ist ein Teil der Vernichtung selbst" – Lebensgeschichten von Opfern der nationalsozialistischen "Euthanasie". 23 auf Basis von Psychiatrieakten sorgfältig recherchierte Lebensgeschichten von Menschen, die während der Nazizeit von Psychiatern als psychisch krank oder geistig behindert diagnostiziert und dann ermordet wurden

  • Keller, Stefan: Maria Theresia Wilhelm, spurlos verschwunden. Bericht (original 1991) einer Verfolgung. Reportage aus einem Alpendorf über die Geschichte einer Serviertochter und eines Wildhüters, die wegen ihrer unbändigen Sehnsucht nach Freiheit von Behörden und Psychiatern drangsaliert werden

  • Kipphardt, Heinar: März. Lebens- und Psychiatriegeschichte des Dichters ›Alexander März‹ in Romanform geschildert von einem kritischen Psychiater (original 1976). Werkausgabe zusätzlich mit Briefen Kipphardts, ein Gespräch mit ihm über »Das Elend der Psychiatrie« (original 1976, vergriffen)

  • Knuf, Andreas (Hg.): Leben auf der Grenze. Erfahrungen mit Borderline. In dem Buch von 2002 schreiben 20 Menschen, entweder selbst Betroffene oder Angehörige,über ihr Leben, über ihre Gefühle und ihren Umgang mit der Borderline-Störung.

  • Marya, Sabine: Wenn sich der Nebel lichtet. Frauen erleben und überwinden Depression. "Wir Frauen haben einander viel zu gehen", sagt eine von ihnen, "unsere Geschichte und unsere Erfahrungen zu heilen, zu wachsen, zu leben (Verlag Frauenoffensive 2001)

  • Nellen, Stefan / Martin Schaffner / Martin Stingelin (Hg.): Paranoia City – Der Fall Ernst B. Selbstzeugnis und Akten aus der Psychiatrie um 1900. Buch aus dem Schwabe Verlag in Basel von 2007 mit handschriftlich erhaltenen Selbstzeugnisse von Ernst B., der wegen einer als "Paranoia" diagnostizierten "Krankheit" einen grossen Teil seines Lebens in Irrenanstalten verbringen musste

  • Neumärker, Klaus-Jürgen: Der andere Fallada – Eine Chronik des Leidens. "Pathografie" des »haltlosen, konstitutionell psychopathisch agierenden« Rudolf Ditzen alias Hans Fallada (1893-1947), verfasst von Jürgen Neumärker, seit 1981 Inhaber eines Lehrstuhls an der Berliner Humboldt-Universität und bis 2005 Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an den DRK Kliniken Berlin-Westend (Buch von 2014 im Steffen Verlag)

  • Pusch, Luise / Sibylle Duda (Hg.): Wahnsinnsfrauen. Biographische Porträts von Frauen, die einerseits hochbegabt und schöpferisch, andererseits in unterschiedlicher Weise »wahnsinnig« waren (Suhrkamp Verlag, vergriffen)

  • Reuter, Elisabeth: Gehirn-Wäsche. Macht und Willkür in der »systemischen Psychotherapie« nach Bert Hellinger. Authentischer, reflektierter Bericht über die Suggestion von sexuellem Missbrauch, reaktionären Aufstellungshokuspokus à la Hellinger und weitere Spielarten therapeutischer Manipulation (Buch von 2005, E-Book von 2016)

  • Sabbathon, Ischtar: VorLaut. Wie ein Friedensengel lernte, Tacheles zu reden. 2000 im Schafft Verlag erschienenes Buch einer Jüdin, in dem sie schildert, wie sie dem Wahnsinn familiärer und gesellschaftlicher Normalität im Nachkriegsdeutschland entkommt und im Rahmen einer hypnotherapeutischen Ausbildung zu ihren Wurzeln findet – zu sich selbst

  • Schneider, Kerstin: Maries Akte – Das Geheimnis einer Familie. Durch den Glauben an die biologische Psychiatrie geprägtes Buch von 2008 (im Verlag Weißbooks) über die Geschichte zweier verrückter Frauen mit unterschiedlichem Schicksal: eine glaubte, die Mutter Gottes zu sehen und wird noch heute von der katholischen Kirche verehrt, die andere – ihre Großnichte – glaubte, sie sei Jesus und wurde während der Nazizeit in der Psychiatrie ermordet

  • Schubert, Helga: Die Welt da drinnen. Buch von 2003. Helga Schubert folgt den Schicksalen der Opfer und Mörder der 179 im Jahre 1941 in der Schweriner Nervenklinik umgebrachten InsassInnen

  • Sechehaye, Marguerite: Tagebuch einer Schizophrenen. Selbstbeobachtungen einer Schizophrenen während der psychotherapeutischen Behandlung. Taschenbuch von 1973

  • Siebenhüner, Gerda: Frieda Fromm-Reichmann. (Vergriffene) Biographie von 2005 Frieda Fromm-Reichmanns, einer Pionierin der psychoanalytisch orientierten "Psychosen"-Behandlung, dargestellt auch als Therapeutin in Hannah Greens Roman "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen"

  • Stratenwerth, Irene (Hg.): »All meine Pfade rangen mit der Nacht.« Jakob van Hoddis (1887 – 1942). Bild- und informationsreicher Katalog von 2001 zur Ausstellung im Centrum Judaicum (Berlin) über das Leben des expressionistischen Dichters, Psychiatriebetroffenen und Opfers der Shoah Jakob van Hoddis (erschienen im Stroemfeld Verlag)

  • von Drigalski, Dörte: Blumen auf Granit – Eine Irr- und Lehrfahrt durch die deutsche Psychoanalyse. Buch mit kritischer Auseinandersetzung mit der eigenen Lehranalyse. Erstausgabe 1980, aktualisierte Neuausgabe 2003 (E-Book 2016)