Beitrag vom 20. Juli 2009
  

Franz-Josef Wagner

Festival "Outsiderkunst" 2009 in Trier

Unter der Schirmherrschaft von Sozialministerin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Klaus Jensen fand am 11./12. Juli 2009 das erste Festival "Outsiderkunst" im Brunnenhof in Trier statt. Der historische Ort Brunnenhof - im Schatten der Porta Nigra - gab diesem Festival einen erhabenen Rahmen. Erstmals durften Outsider - Outsider Art oder Art Brut ist eine Bezeichnung für autodidaktische Kunstwerke, die abseits des etablierten Kunstbetriebs, zumeist von psychisch Kranken, Medien, Gefangenen, Außenseitern oder gesellschaftlich Unangepassten, geschaffen wurden - ihre künstlerischen Aktivitäten anlässlich eines Festivals präsentieren. Eingeladen hat der LVPE Rheinland-Pfalz e.V. in Verbindung mit der Künstlergruppe des Bundesverbands Psychiatrie Erfahrener e.V.

Die Künstler trafen sich am Freitag zur Abstimmung und Organisationsbesprechung des Wochenendes. Es wurden vier Blöcke à zwei Stunden geplant. Drei Blöcke mit Literatur, Musik und Kabarett und einen Block Trierer Outsiderszene mit dem DJ Ralf und der "Experimentellen Musikgruppe des Mutterhauses II" unter der Leitung von Ralf Stumm.

Aufgrund der Organisation einer kulinarischen Vollversorgung durch den LVPE Rheinland-Pfalz e.V. konnten sich die Aktivisten voll auf ihren Bühnenauftritt konzentrieren. Die Künstler empfanden diese Atmosphäre so entspannend, dass eine Wiederauflage im Jahre 2010 gewünscht wurde.

Übrigens: Mathias Weber aus Trier hat mit seinen Eigenkompositionen an der Harfe die Zuhörer so begeistert, dass er spontan eine Einladung für die zentrale Veranstaltung zur "Woche der seelischen Gesundheit" ins Kleist-Haus nach Berlin erhalten hat.

Schon jetzt sind alle Outsidekünstler für den 10./11. Juli 2010 nach Trier zum 2. Outsidertreffen eingeladen.