Safe the Date: Gedenktag Aktion T4
Die nachfolgenden Grafiken fassen die wichtigsten Aussagen des nachfolgenden Artikels zusammen.
Gegen das Vergessen – Aus der Geschichte lernen
Eine Veranstaltung am 4.9. in Berlin zum Gedenken an die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation zur Zeit des Nationalsozialismus
Hintergrund
Während des Nationalsozialismus wurden fast 200.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen systematisch ermordet.
Die Täter waren Wissenschaftler, Ärzte, Pfleger, Angehörige der Justiz, der Polizei, der Gesundheits- und Arbeitsverwaltungen.
Die Opfer waren arm, verzweifelt, aufsässig oder hilfsbedürftig.
Die Zahl der Opfer ist groß, gering die Zahl der verurteilten Täter.*
*Berliner Senat: Inschrift der Gedenkplatte
Warum T4?
Der Name leitet sich von der Berliner Adresse Tiergartenstraße 4 ab.
Dort befand sich seit Frühjahr 1940 die Planungs- und Verwaltungsbehörde für die unter dem Tarnnamen Aktion T4 bekannten „Euthanasie“-Morde – die Ermordung kranker und geistig behinderter Menschen.
Sowohl die geheime „Zentraldienststelle“ als auch das Mordprogramm selbst wurden unter dem Kürzel T4 nach dieser Adresse benannt.
Warum der 4.9.?
Es gibt zwei wichtige Gedenktage:
27. Januar: Befreiung von Auschwitz (1945). Wir erinnern an alle Opfer der Nationalsozialisten.
4. September: Start der „Aktion T4“. Gedenktag für die ermordeten Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.
Dass der 4. September heute ein offizieller Gedenktag ist, verdanken wir maßgeblich dem Einsatz von Ruth Fricke – unserer Ehrenvorsitzenden.