BPE Online Jahrestagung: Irene Nennof-Herchenbach & Jana Burmeister Offener Dialog -Erfahrungen aus der Praxis

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Offener Dialog ist eine Möglichkeit des Umgangs mit akuten psychosozialen Krisen. Der Offene Dialog gehört zu den aufsuchenden Hilfen, das heißt, wir kommen zu den Menschen nach Hause. Er basiert auf einem dialogischen Austausch zwischen allen, die die Krise (mit)erleben. Wir moderieren Gespräche zwischen Betroffenen, Familienangehörigen, Freunden, Bekannten, Kollegen und Menschen, die unterstützen können. Durch ein neues gegenseitiges Verstehen und ein Verständnis der Situation, entstehen individuelle Hilfen aus der Krise heraus. Meistens vereinbaren wir nach einigen Tagen ein Folgegespräch. Wir begleiten, solange die Krise andauert, anfangs gerne intensiv, später in größeren Abständen. Hierbei sind uns die Toleranz von Vielfalt, die Wahrung der Würde aller Menschen und ihrer Autonomie von besonderer Bedeutung. Offener Dialog ist effektiv, langfristig kostensparend und entspricht den UN-Menschenrechtskonventionen. In unserem Beitrag auf der BPE-Onlinejahrestagung wollen wir Euch an unseren Erfahrungen aus der  teilhaben lassen.

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BPE-Online Jahrestagung: Felix von Kirchbach Behandlungsmythen der etablierten Psychiatrie im Reality-Check

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Vom dunkeln ins Licht: Behandlungsmythen der etablierten Psychiatrie im „Realitycheck“ In der Arbeitsgruppe Behandlungsmythen der etablierten Psychiatrie im „Realitycheck“ sammle ich erst mit Euch Erfahrungen und Schlagworte aus Behandlungserfahrungen im (Sozial-/) psychiatrischen System. Davon ausgehend stelle ich in einem Impulsreferat zentrale Schlagworte vor, die fast allen Psychiatrie Erfahrenen schon einmal zu Ohren gekommen sind und beleuchte Ihren Hintergrund:  • Gibt es tatsächlich eine biochemische Disbalance im Gehirn, die zu Ver_rückheit also sogenannter psychischer Krankheit führt?  • Was hat es auf sich mit der sogenannten Vulnerabilität, also der Verletzlichkeit/Anfälligkeit für psychische Krisen?  • Ist die Einnahme von Psychopharmaka für die Person mit Psychiatrie Erfahrung tatsächlich so etwas wie das Insulin für eine Diabetes erkrankte Person?  Im Anschluss diskutieren wir die gesammelten Ergebnisse und erarbeiten gemeinsam Kommunikations-Strategien. Der angestrebte Zweck des Workshops ist, dass die Teilnehmenden den Professionellen und Angehörigen gegenüber ihre eigenen, selbstbestimmten Bedürfnisse sicherer und erfolgreicher vermitteln können. (angeboten von Felix von Kirchbach )  
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BPE Onlinejahrestagung: Menschenrechtliche Dimensionen von sogenannten Fixierungen in d. Psychiatrie

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Menschenrechtliche Dimensionen von sogenannten Fixierungen in der Psychiatrie Das Fesseln von Menschen begleitet und zeichnet das Wesen der Psychiatrie seit jeher. Neben der „Gummizelle” ist die Zwangsjacke bis heute eines der plakativsten Symbole für den psychiatrischen Freiheitsentzug. Zunehmend wird die Praxis des Fesselns aber auch wieder unter menschenrechtlichen und ethischen Gesichtspunkten kontrovers diskutiert. Der Vortag soll zunächst einen Überblick über die Entwicklungsgeschichte sowie die verschiedenen Formen und Begleitinstrumente der mechanischen „Fixierung” geben. Anhand der gegenwärtigen psychiatrischen Praxis wird anschließend die besondere menschenrechtliche Problemlage aufgezeigt, die sich mit zunehmender Verschärfung abzeichnet. Dabei entfällt ein besonderes Augenmerk auf die Studienlage zum Erleben und den Bewertungen von Betroffenen. Auch die aktuellen rechtlichen Veränderungen, sollen in diesem Kontext anschließend diskutiert werden. Ergänzt wird die Abhandlung um Einblicke in die psychiatrischen Techniken der Inszenierung und Kommunikation von „Fixierungen”.   (angeboten von Ole-Arnold Schneider)
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