BPE-Online Jahrestagung: Felix Henneberg Behandlungsmythen der etablierten Psychiatrie im Reality-Check

Vom dunkeln ins Licht: Behandlungsmythen der etablierten Psychiatrie im „Realitycheck“

In der Arbeitsgruppe Behandlungsmythen der etablierten Psychiatrie im „Realitycheck“ sammle ich erst mit Euch Erfahrungen und Schlagworte aus Behandlungserfahrungen im (Sozial-/) psychiatrischen System. Davon ausgehend stelle ich in einem Impulsreferat zentrale Schlagworte vor, die fast allen Psychiatrie Erfahrenen schon einmal zu Ohren gekommen sind und beleuchte Ihren Hintergrund:

 • Gibt es tatsächlich eine biochemische Disbalance im Gehirn, die zu Ver_rückheit also sogenannter psychischer Krankheit führt?

 • Was hat es auf sich mit der sogenannten Vulnerabilität, also der Verletzlichkeit/Anfälligkeit für psychische Krisen?

 • Ist die Einnahme von Psychopharmaka für die Person mit Psychiatrie Erfahrung tatsächlich so etwas wie das Insulin für eine Diabetes erkrankte Person? 

Im Anschluss diskutieren wir die gesammelten Ergebnisse und erarbeiten gemeinsam Kommunikations-Strategien. Der angestrebte Zweck des Workshops ist, dass die Teilnehmenden den Professionellen und Angehörigen gegenüber ihre eigenen, selbstbestimmten Bedürfnisse sicherer und erfolgreicher vermitteln können.

(angeboten von Felix Henneberg )

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BPE Onlinejahrestagung: Menschenrechtliche Dimensionen von sogenannten Fixierungen in d. Psychiatrie

Menschenrechtliche Dimensionen von sogenannten Fixierungen in der Psychiatrie

Das Fesseln von Menschen begleitet und zeichnet das Wesen der Psychiatrie seit jeher. Neben der „Gummizelle” ist die Zwangsjacke bis heute eines der plakativsten Symbole für den psychiatrischen Freiheitsentzug. Zunehmend wird die Praxis des Fesselns aber auch wieder unter menschenrechtlichen und ethischen Gesichtspunkten kontrovers diskutiert. Der Vortag soll zunächst einen Überblick über die Entwicklungsgeschichte sowie die verschiedenen Formen und Begleitinstrumente der mechanischen „Fixierung” geben. Anhand der gegenwärtigen psychiatrischen Praxis wird anschließend die besondere menschenrechtliche Problemlage aufgezeigt, die sich mit zunehmender Verschärfung abzeichnet. Dabei entfällt ein besonderes Augenmerk auf die Studienlage zum Erleben und den Bewertungen von Betroffenen. Auch die aktuellen rechtlichen Veränderungen, sollen in diesem Kontext anschließend diskutiert werden. Ergänzt wird die Abhandlung um Einblicke in die psychiatrischen Techniken der Inszenierung und Kommunikation von „Fixierungen”.


(angeboten von Ole-Arnold Schneider)

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BPE-Onlinejahrestagung: Dr. Susanne Konrad: AG Kulturelle Teilhabe: Barrieren im Literaturbetrieb

Dr. Susanne Konrad: AG Kulturelle Teilhabe: Barrieren im Literaturbetrieb Haben seelisch gehandicapte Aktive es im Kulturbetrieb tatsächlich schwerer als andere? Am Beispiel des Literaturbetriebs möchte ich über einige Barrieren berichten: über Vorurteile gegenüber Autor*innen mit psychischen Einschränkungen, über Nischenkulturen, aber auch über unterschiedliche Arten zu schreiben und über die Spielregeln, die am „Markt“ herrschen. Am Beispiel meines neuen Buches „Walzer mit Mr. Spock“. (edition federleicht, 2020) erzähle ich über das Balancieren zwischen den Welten. Ich freue mich, wenn die Teilnehmenden im Anschluss an dieses Impulsreferat per Chat eigene Erfahrungen und Einschätzungen beisteuern. Im Weiteren geht es darum, wie die Inklusion im kreativen Bereich verbessert werden kann. Ich werde einige Tipps geben, wie man effektiv netzwerkt und vom Rand mehr in die Mitte kommt, ohne gleich zum Sprachrohr des „Establishments“ zu werden. Auch zu diesem Aspekt freue ich mich über Beiträge im Chat.

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